Der „Banned“ Metcon. Eine Geschichte.

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Vom Verbot zum Vorbild: Das Metcon-Vermächtnis.

Die Metcon-Geschichte begann nicht leise. Als Nike 2015 den Metcon 1 einführte, war er von den CrossFit Games ausgeschlossen. Das Problem war nicht die Leistung, sondern die Politik. Der Sponsorenvertrag von Reebok bedeutete, dass nur ihre Schuhe auf der Wettkampffläche erlaubt waren. Nikes Antwort war auf charakteristische Weise trotzig: eine schwarz-rote Farbgebung, die an einen der berüchtigtsten Sneaker überhaupt erinnerte – den Air Jordan 1 „Banned“.

1984 soll die NBA Michael Jordan jedes Mal mit einer Geldstrafe belegt haben, wenn er seine schwarz-roten AJ1s trug, mit der Begründung, sie würden gegen die Kleiderordnung verstoßen. Nike zahlte die Strafen und erschuf den Mythos, wodurch aus einer Einschränkung der Funke für eine kulturelle Ikone wurde. Der Metcon 1 trug dieselbe Energie in sich. Er wurde nicht wegen seiner Leistungsfähigkeit verbannt, sondern für das, wofür er stand. Und das verlieh ihm von Anfang an Gewicht.

Ein Jahrzehnt später hat sich der Metcon vom Outlaw zum Archetyp entwickelt. Jede Generation schärfte sein Profil, verbesserte seine Technologie und letztlich seine Leistung. Stabiler, langlebiger, vielseitiger. Bis er zum ultimativen Trainingsschuh wurde. Jetzt erscheint der Metcon 10, verfeinert und kompromisslos, wobei die schwarz-rote Farbgebung zurückkehrt, um den Kreis zu schließen. Was einst draußen blieb, ist heute der Standard. Der Regelbrecher ist zur Regel geworden.

GESCHRIEBEN VON

JORDAN SHELLEY